ACKERBAU &
AGROFORST
Auf einer Fläche von 40 ha werden seltene Kulturpflanzen, Ölfrüchte, Getreide und Luzerneklee mittels konservierender Bodenbearbeitung und in Anlehnung an die Permakultur als Teil der Kreislaufwirtschaft kultiviert. Teile davon werden als Wechselweiden für die Mangalitzaschweine und Zeburinder genutzt, dabei gedüngt und “geackert”. Unser Verständnis von biologischer Landwirtschaft umfasst den vollständigen Verzicht auf zugekaufte Düngemittel - auch wenn diese nach den Richtlinien für biologische Landwirtschaft erlaubt wären. Auf unserem Betrieb wird ausschließlich mit eigenem Festmist / organischem Material gedüngt. Sämtliche Futtermittel für unsere Tiere werden am eigenen Betrieb produziert.
Nicht immer gelingt jede Ernte, daher ist für uns die maßgebende Regel die richtige Pflanze am richtigen Ort zu kultivieren, unter Einhaltung der Fruchtfolge, einer konservierenden Bodenbearbeitung, sowie Düngung mit Festmist. Mittels mechanischer Methoden und vor allem über die mehrjährig angelegte Fruchtfolge und die positiven Auswirkungen des Luzernegrases, lässt sich ein übermäßiges Aufkommen von Beikräutern regulieren und beugt gleichzeitig der Überdauerung von Schädlingen am Standort vor. Weiters ist es ein wesentliches Ziel unserer Arbeit den Erhalt und Aufbau eines ausgeglichen Ökosystems am Standort zu fördern.
Für ein funktionierendes Ökosystem greifen mehrere Faktoren ineinander, wie zum Beispiel aktiver Humusaufbau, Anbau von Mischkulturen und Untersaaten, geeignete mehrjährige Fruchtfolge, Anbaupausen, System Immergrün, Festmistdüngung und Beibehaltung bzw. Schaffung von Lebensräumen für Insekten und Wildtiere. (Insektenbrücken, Brachflächen, Bäume, Staudengehölze, Totholz, Wege, Wildeinstände, Bäche, Tümpel und Teiche)
was wächst denn hier?
Nicht jedes Jahr bauen wir auf unseren Flächen die gleichen Kulturen an. Aufgrund einer mehrjährigen Fruchtfolge wechseln die Kulturen in einem Rad durch.
Auf unseren Feldern kultivieren wir: Weizen, Dinkel, Roggen, Waldstaudenroggen, Hartweizen, Buchweizen, Einkorn, Braugerste, Sonnenblume, Hafer, Lein, Hanf, Senf, Triticale, Ackerbohne, Sojabohne, Erbsen, Luzerne. Durch die wechselnde Fruchtfolge wird nicht jedes Jahr jede der genannten Kulturen angebaut.
Einen Teil der Ernte verwenden wir als Futtermittel für unsere Mangalitzaschweine, die Luzerne verwenden wir gepresst zu Heu als Futtermittel für unsere Rinder, Schweine und Schafe, mit dem Großteil des Ernteguts beliefern wir unsere Großabnehmer, einen zunehmend wachsenden Anteil behalten wir uns am Hof und verarbeiten ihn weiter zu verschiedenen Mehl- und Getreideprodukten.
HEU
Jedes Jahr produzieren wir als Teil der Fruchtfolge Luzerneheu, sowie Wiesenheu als wichtiges Raufaserfuttermittel für unsere Rinder, Schweine und Schafe.
Agroforst
Leonding | Oberösterreich | Österreich
Als einer der ersten Betriebe in Österreich haben wir 2015 auf einer Fläche von ca. 7 ha eine großflächiges Agroforstsystem angelegt, welches biologisch bewirtschaftet wird. Die etablierte Agroforst-Anlage hat eine sichtbare Wirkung auf das Landschaftsbild.
Mehrere tausend Bäume wurden in Reihen mit Nord / Süd Ausrichtung gepflanzt. Wert - und Energieholz abwechselnd gepflanzt, vorwiegend heimische und seltene Sorten, sowie Akazien und Eichen als Zaunholz, dazwischen Strauchgehölz. Alle weiteren Schläge, Weiden & Wege wurden mit Baumpflanzungen gesäumt.
Die Kombination aus Bäumen, Sträuchern und landwirtschaftlicher Nutzung, inklusive Beweidung, verbessert Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität und Mikroklima. Gleichzeitig schützt die Anlage vor Erosion und Trockenstress und steigert langfristig die Ertragsstabilität. Zusätzlich bietet die Anlage Wildtieren und Insekten dringeng benötigten Lebens- und Rückszugsraum, sowie Futterquellen.
Unsere Agroforst-Anlage in Leonding / Oberösterreich zeigt, wie praxisnahe, biologische Landwirtschaft und klimafitte Bewirtschaftung erfolgreich umgesetzt werden können.
NUTZUNG
Neben den vielen Vorteilen der Agroforstanlage im Hinblick auf Ökologie, Biodiversität, Erosionsschutz, Mikroklima und Humusaufbau, kann neben Früchten teils auch bereits Holz geerntet werden. Bäume, welche Wertholzbäume bedrängen, müssen früher entnommen werden um den Wertholzbäumen genug Raum und Licht zur Entfaltung zu geben. Die Akazien dienen als langlebige Zaunpfähle für unsere Weidezäune.
INTERESSE?
Du interessierst dich für Agroforstwirtschaft und möchtest gern mehr darüber wissen, oder sogar selbst damit beginnen? Wir geben unsere Erfahrungen gern weiter, für Interessierte bieten wir deshalb Führungen durch unsere Agroforstflächen an.
Zur Anmeldung gehts hier!